Archiv der Kategorie: Bücher | Texte

Straßennamen Tsingtau

Straßennamen der Stadt Tsingtau bis 1914 in vier Umschriften.

Diese Liste der Straßennamen Tsingtaus erstellte ursprünglich Herr Wang Dong, Tsingtau

Herr Prof. Wilhelm Matzat redigierte die Liste und fügte weitere Namen hinzu.

Herr Prof. Takehiko Seto fügte weitere Namen hinzu und ergänzte die Liste um die meisten japanischen Namen.

Walther Kerner schrieb die Liste in Multiplan und formatierte sie dann auf Exel.

Stand: 25.06.2007 (weitere Verbesserungen von Prof. Matzat)

Die Repatriierung von Tsingtau- und Tsinan-Deutschen im August 1947 auf der „General Black“.

Verfaßt von Wilhelm Matzat, Bonn

Im Sommer 1947 wurde es bekannt, daß die Amerikaner weiterhin die Nanking-Regierung drängten, China-Deutsche zu repatriieren. Die chinesische Regierung machte mit, zumal es sie nichts kostete. Die Amerikaner, in ihrem zelotenhaften Eifer, übernahmen ja die gesamten Transportkosten. Immerhin wurden die zu Repatriierenden rechtzeitig informiert – mit vielen Ausnahmen, wie wir sehen werden. Sie erhielten von der Deutschen Nothilfe folgendes Schreiben:

Rundschreiben No. 42/47 Tsingtau, 2.August 1947

An alle Reichsdeutschen!

1. Die folgenden Namen stehen noch auf der von Nanking ausgegebenen Repatriierungsliste:

Familie Carl Ahrens Frl. Gertrud Janisch (sie war Österreicherin)
Familie Gustav Ahrens (Shanghai) Familie Friedrich Klicker
Familie Wilhelm Bälz Familie Carl Löwenstein (Taiyuan)
Familie Richard Bock Familie Dr. Karl Ludwig
Familie Heinrich Dietsch Familie Rudolf Müller
Herr Günther Düsing u.Sohn Hermann Herr Karl Reichel (Changsha)
Familie Bruno Frinke Familie Dr. Helmut Schwabe
Herr Carl Geschke Herr Walter Sperber
Herr Anton Hirsch Herr Dr. Hans Wallmüller
Prof. Franz Hübotter ferner:
Familie Otto von Alemann Herr David Kiesow
Familie Anatol Malsch

2. Die folgenden Namen wurden von uns aufgegeben für den Anschluß an die vorgesehene Repatriierung:

Ludmilla von Bergmann Erich Jungmann (aus Tsinan)
Elisabeth Imhoff (aus Tsinan) Agnes Leupold und Sohn Klaus (aus Tsinan)
Elsbeth Kroemer (NI) Karl und Martha Schäfer (aus Tsinan)
Heinrich Schläger Rosalie Schulze
Hermann Vorkauf
ferner die Österreicher: Josef und Charlotte Kruta u.Sohn Ralph Otto Teuschel (aus Tsinan)

Wir bitten um die Heimatadressen für 1) und 2): Ort, Provinz, Zone. Das maximal mitzunehmende Gepäck dürfte 150 kg pro Person, das maximal mitzunehmende Bargeld US $ 100.- betragen, Kinder die Hälfte. Deutsche Nothilfe TSINGTAU

Aus der Liste ist zu ersehen, daß die Gruppe 1) zwangsweise, also gegen ihren Willen, repatriiert werden sollte, während die Gruppe 2) anscheinend freiwillig mit nach Deutschland fahren wollte, da die meisten von ihnen wohl mittellos waren. Sie hätten ja keine Reisekosten, die Amerikaner bezahlten alles. Den zwangsweise zu Repatriierenden stand das Recht zu, beim Bürgermeister von Tsingtau, Li Hsien-liang, ein Gesuch um Rückstellung von der Liste einzureichen. Viele taten dies und erhielten offenbar, zumindest indirekt, den Hinweis, daß sie daraufhin nicht repatriiert würden.
In den Akten des amerikanischen Generalkonsulates von Tsingtau, die ich in den National Archives in Washington,D.C., einsehen konnte, fand ich einige Dokumente, die erhellen, was bis zum Abflug nach Shanghai am 28.August 1947 sich hinter den Kulissen abgespielt hat. Aus jenen geht hervor, daß die chinesische Seite, vertreten durch des Bürgermeisters Sekretär Samuel Li, der für das Ausländeramt zuständig war, die Angelegenheit recht locker nahm, während das U.S.Konsulat der Hauptdrahtzieher war, vertreten durch Generalkonsul Spiker, Konsul Richard Service und Vizekonsul Hein. Bürgermeister Li selbst hielt sich ganz bedeckt und ließ die drängenden Amerikaner lange Zeit abwimmeln mit der üblichen Ausrede: „Der Bürgermeister ist nicht da, wir wissen nicht wo er ist, wir können ihn nicht finden“ usw.

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Geschichte des Internationalen Friedhofs in Tsingtau (1899 bis 1966)

Im Jahre 1959 verfasst von D. Dr. Wilhelm Seufert, Pfarrer i.R.

Mit Ergänzungen durch Dr. Wilhelm Matzat

Wir befinden uns im Jahr 2014. Viele Veranstaltungen und Publikationen werden in diesem Jahr einem Geschehen gewidmet sein, das vor 100 Jahren sich ereignete: der Beginn des 1. Weltkrieges, der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, wie ein Historiker ihn genannt hat. Auch in der Geschichte Tsingtaus brachte das Jahr 1914 eine markante Zäsur: die Kriegserklärung Japans an das Deutsche Reich und die daraus folgende Belagerung und Eroberung Tsingtaus. Über 4000 deutsche und österreichische  Männer hatten vergeblich versucht, die Stadt gegen den Angriff zu verteidigen. Rund 200 deutsche Männer sind gefallen, sie wurden auf dem deutschen Friedhof Tsingtaus in einem geschlossenen Bereich beerdigt. Während die Japaner bald nach 1914 im Forstgarten eine große, hohe „Pagode“ zum Andenken an die japanischen Gefallenen errichteten, hat die deutsche Gemeinde in Tsingtau erst 1930 ein Ehrenmal bei den Kriegsgräbern errichten können. Das japanische Denkmal wurde 1945, sofort nach dem Ende des 2. Weltkrieges, von den Chinesen gesprengt und beseitigt, während das deutsche Ehrenmal und alle Grabsteine des Friedhofes erst 1966 im Zuge der Kulturrevolution abgeräumt wurden. Die deutsche Seite, vor allem der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., hat nach 1966 immer wieder einmal an die chinesische Seite die Anfrage geschickt, ob nicht doch ein Gedenkstein bei den Kriegsgräbern von 1914  errichtet werden könnte. Diese Frage ist natürlich besonders im jetzigen  Gedenkjahr 2014 virulent. Sehr wahrscheinlich wird die chinesische Seite bei ihrer bisherigen Ablehnung bleiben.

            Auf jeden Fall möchte ich hiermit eine Geschichte des Internationalen Friedhofs von Tsingtau veröffentlichen, die Dr. Wilhelm Seufert im Jahre 1959 maschinenschriftlich festgehalten hat.

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Die deutsche „Kaiserliche Gouvernements-Schule“ in Tsingtau 1899 – 1920, ein Reform-Realprogymnasium

Die deutsche Schule in Tsingtau ist bis 1914, neben Windhuk in Südwest, wohl die einzige Reichsschule in Übersee gewesen, die vollständig vom Deutschen Reich unterhalten wurde.  Zu Beginn soll die Hauptquelle, die für eine Geschichte der  Schule in Tsingtau 1899 – 1920 zur Verfügung steht, vorgestellt werden.  Ab 1903/04 hat der Direktor jeweils im Juli einen gedruckten Bericht veröffentlicht, der sich auf die Ereignisse des abgelaufenen Schuljahres bezieht. Insgesamt sind so von Juli 1904 bis Juli 1914 elf Jahresberichte erschienen, im Umfang von jeweils 20-22 Seiten. Alle haben dasselbe inhaltliche Schema: I. Lehrverfassung. a) Über-sicht über die Lehrgegenstände und die für dieselben bestimmte Stundenzahl. b) Übersicht über die Verteilung der Stunden unter die einzelnen Lehrer. c) Übersicht über die während des Schuljahres erledigten Lehraufgaben. Für alle neun Klassen, von der untersten, der 3. Vorschulklasse, bis zur Untersekunda wird zunächst der Klassenlehrer genannt, und dann für jede Klasse ausführlich bei jedem einzelnen Fach angegeben, welche Themen behandelt wurden. Im Fach Deutsch werden auch die gestellten Themen der Aufsätze erwähnt. Im letzten Bericht von 1913/14 nimmt dieser Teil, I.c., allein sieben enggedruckte Seiten ein. d) bringt die Themen des katholischen Religionsunterrichtes für die einzelnen Klassen, und e) die Aufgabenbereiche des technischen Unterrichts (Linearzeichnen, Freihandzeichnen, Singen, Handarbeit, Turnen).   f) bringt ein Verzeichnis der eingeführten Lehrbücher. Abschnitt II enthält die Chronik des abgelaufenen Schuljahres, zum Schluß werden die gestellten Aufgaben für die schriftlichen Klausuren der Einjährigenprüfung angeführt. Teil III nennt sich „Statistische Mitteilungen“ mit Tabellen der Schülerzahl pro Klasse, der Religions- und Heimatverhältnisse der Schüler, der Frequenz der letzten 5 Jahre und den Namen der Schüler, die nach bestandener Schlußprüfung die Schule verlassen. Abschnitt IV nennt jedes Buch, jede Landkarte, jedes Gerät, das in dem Jahr angeschafft oder geschenkt wurde. Zum Schluß bringt Teil V Mitteilungen an die Schüler und ihre Eltern, u.a. über die Ferientermine, die Höhe des Schulgeldes usw.   Vielleicht gibt es für keine andere deutsche Schule über elf kontinuierliche Jahre hin eine so dichte und detaillierte Information über alles, was dort gelehrt wurde, welche Lehrbücher man verwendete, welche Titel die Lehrer- und Schülerbibliothek besaß und anderes mehr. Nur zwei- oder dreimal wurde in diesen 11 Jahrgängen vom üblichen Schema abgewichen. Ein einziges Mal brachte ein Jahresbericht, und zwar der von 1905/06, die Namen aller 65 Jungen mit Geburtstag und –ort, sowie dem Beruf des Vaters. Der Jahresbericht 1910/11 bringt Kurzbiographien aller damaligen Lehrer, und in den späteren Annalen werden bei neueingestellten Lehrern auch ihre Kurzbiographien angeführt, was vor 1910 nie der Fall war.
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Christuskirche in Tsingtau (Qingdao).

Verfasst von Prof. Dr. Wilhelm Matzat

Gleich nach der Gründung der Stadt Tsingtau hatte das deutsche Gouvernement 1899 eine Evangelische Kapelle (Architekt: Stadtbaumeister Max Knopff) an der Hunan Straße östlich der Jiangsu Straße bauen lassen, die sowohl als Garnisons- als auch als Zivilkirche diente. An sich sollte es eine interkonfessionelle Kirche sein, doch die hier vertretenen deutschen katholischen Patres (vom Steyler Missionsorden SVD)  lehnten die Benutzung ab und errichteten zunächst eine provisorische Kapelle aus Holz hinter dem Tsingtauer Dorftempel, bis dann später das Steyler Missionsgebäude errichtet war, unter dessen Dach auch die Kapelle sich befand, die bis 1934 für den kathol. Gottesdienst diente, also bis zur Einweihung der Kathedrale. Die Evangelische Kapelle wurde am Heiligabend des Jahres 1899 eingeweiht, Missionar Richard Wilhelm (AEPM) hielt die Weiherede, Missionar C. Johannes Voskamp (Berliner Mission) die Weihnachtspredigt. Nach der Einweihung der Christuskirche (Okt. 1910) diente die frühere Kapelle als Turnhalle, zunächst für die deutsche Schule und in den Jahrzehnten danach auch für die japanischen und dann chinesischen Schulen der Nachbarschaft. Das Gebäude wurde erst um 1991 herum abgerissen. Weiterlesen

Die Tsingtauer Landordnung des Chinesenkommissars Wilhelm Schrameier

Download des 33-seitigen PDFs:
Die Tsingtauer Landordnung des Chinesenkommissars Wilhelm Schrameier

von Wilhelm Matzat

Studien und Quellen zur Geschichte
Schantungs und Tsingtaus

Herausgegeben von Prof. Dr. W. Matzat

Heft 2 / Bonn 1985 / Selbstverlag des Herausgebers
ISBN 3 – 924603 – 01 – 4  / ISSN 0176-327X

Für das Internet überarbeitete Fassung – Dezember 2008

Kurze Chronik der deutschen Schule Tsingtau von 1924-46

Download des 41-seitigen PDF: Kurze Chronik dt Schule Tsingtau 1924-46

Aus dem Vorwort:

Sehr bewußt habe ich den Titel  „C h r o n i k“  gewählt, damit der potentielle Leser nicht mit zu hohen Erwartungen an den Text herangeht, der knapp und nüchtern eine Abfolge äußerlicher Ereignisse bringt. Ein besonderes Anliegen war es mir, eine Namensliste der ehemaligen Schüler  zustandezubringen. Aufgrund der ungünstigen Quellenlage ist sie nicht vollständig. Die biographischen Daten der Lehrer, mit Ausnahme der Hilfslehrer, habe ich einzeln ins Internet gestellt, unter „Tsingtau Biographien“ . Ich selbst habe von 1938 bis 1946 die Schule in Tsingtau besucht. Der Leser wird es mir hoffentlich nachsehen, wenn hier und dort persönliche Erinnerungen in diese „Chronik“ einfließen.

(Siehe auch Die deutsche „Kaiserliche Gouvernements-Schule“ in Tsingtau 1899 – 1920 – ein Reform-Realprogymnasium)

Neues zu den Aktivitäten des Chinesenkommissars Wilhelm Schrameier in Tsingtau (1998)

Download des 70-seitigen pdf: Neues zu Schrameier

(…) Eigentlich hatte ich nicht vor, mich weiter mit der Person Schrameier zu beschäftigen, aber 1991 gelang es dem Architekten Torsten Warner, in Tsingtau im Archiv des Stadtbauamtes Originalakten der „Baupolizei“ aus der deutschen Zeit (1898-1914) einzusehen und zu kopieren. Einen Teil dieses Materials hat er inzwischen in seiner Dissertation (1996) veröffentlicht. Für mich persönlich war es eine Sensation, daß sich unter diesen entdeckten Akten auch Schrameiers handschriftlicher Entwurf aus dem Sommer 1898 zur Land- und Steuerordnung befand, mit den Randbemerkungen und Ergänzungen des Gouverneurs Rosendahl, des Richters Gelpcke und des Intendanturrates Schilasky. Diese Unterlagen werfen ein neues Licht auf den Entstehungsprozeß der viel diskutierten Tsingtauer Land- und Steuerordnung, als deren Schöpfer üblicherweise der damalige geschäftsführende Zivil- und spätere Chinesenkommissar Schrameier gilt. (…)

Ehemalige Tsingtaukämpfer in Niederländisch-Indien (1920 – 1942) und der Untergang der “Van Imhoff” am 19.1.1941

Ehemalige Tsingtaukämpfer in Niederländisch-Indien (1920 – 1942) und der

Untergang der „Van Imhoff“ am 19. 1. 1942

Von den sog. Tsingtaukämpfern, die 1914 bei der Verteidigung Tsingtaus mitgewirkt hatten und dementsprechend die Zeit von Nov. 1914 bis Dez. 1919 in japanischer Kriegsgefangen-schaft verbracht hatten, sind rund 345 Männer zunächst nicht in die Heimat zurückgekehrt, sondern fanden 1920 im damaligen Niederländisch-Indien eine Stellung. Die von den dortigen Deutschen in Batavia herausgegebene Zeitschrift „Deutsche Wacht“ brachte in der Ausgabe von 1922, Heft 5 (Mai), S. 30-32 eine Liste der Namen dieser „eingewanderten“ Tsingtau-kämpfer, mit Angabe ihres jetzigen Wohnortes und (in den meisten Fällen) der Institution, in welcher sie beschäftigt waren. Viele von ihnen sind dauerhaft dort geblieben, haben geheiratet, lebten in Freiheit allerdings nur bis zum 10. Mai 1940, denn als das deutsche Heer an diesem Tag in den Niederlanden einmarschierte, wurden die Deutschen in Niederländisch-Indien sofort interniert, die Männer (ab 16 Jahren) getrennt von den Frauen und Kindern. Letztere wurden zum Teil auch eingesperrt. Mehrere hundert deutsche Frauen und Kinder konnten allerdings im Juli 1941 das Land verlassen. Das japanische Schiff brachte einen Teil nach China, den anderen nach Japan, denn eine Rückkehr nach Deutschland mit der Eisenbahn durch Russland – wie ursprünglich geplant – war nicht mehr möglich. Der Krieg zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion hatte am 22.6.1941 begonnen.

Als Japan am 8.12.1941 u.a. den USA, Großbritannien und den Niederlanden den Krieg erklärte, kam es zu einer raschen Besetzung von Niederländisch-Indien durch die Japaner. Die niederländischen Behörden dort wollten offensichtlich nicht zulassen, dass die von ihnen internierten deutschen Männer, rund 2500 Personen, durch die Japaner befreit würden. Sie luden jene auf mehrere Schiffe und brachten sie nach Indien. Das letzte Schiff verließ am 18.1.1942 den Hafen von Sibolga an der Südküste Sumatras mit Kurs auf Colombo. Es handelte sich um die SS „Van Imhoff“, ein 2980 Bruttoregistertonnen großes Schiff der Amsterdamer „Koninklijke Paketvaart Maatschappij“. Auf dem Schiff befanden sich 48 Besatzungsmitglieder, 62 Soldaten der niederländischenKolonialarmee und 483 deutsche Zivilisten. 372 von ihnen hockten in Gruppen zu je etwas 30 Mann im Zwischen-deck in knapp einen Meter hohen Stacheldrahtkäfigen, die verschlossen waren. Für weitere 111 Internierte war auf dem Achterdeck ein Stacheldrahtverschlag zusammengezimmert worden. Einen Tag später, am 19.1.1942 wurde das Schiff – 110 Seemeilen von Sumatra entfernt – von einem japanischen Bomber angegriffen. Dem Roten Kreuz in Batavia war nicht gemeldet worden, daß es sich um einen Interniertentransport handelte. Das japanische Flugzeug konnte also den besonderen Status dieses Transportes nicht wissen oder erkennen. Es warf 5 Bomben, von denen keine direkt traf, aber die 5. Bombe explodierte im Wasser ganz nah an der Backbordseite des Vorschiffes und riß ein großes Loch in den Rumpf. 6 Stunden später sank das Schiff. Es war überbelegt gewesen. Für die insgesamt 593 Menschen gab es nur 6 große Boote mit einem Fassungsvermögen von je maximal 50 Personen, ein Arbeitsboot für höchstens 14 Mann, 6 Rettungsflöße aus Bambusrohr und 650 Schwimm-westen. Die Niederländer verließen das sinkende Schiff in 5 großen Booten, die sie zu Wasser gelassen hatten. Eins war ein Motorboot, das die anderen 4 Boote zog. Die 5 Boote hätten 250 Personen aufnehmen können, waren aber nur mit 111 Personen besetzt. So erreichten alle Niederländer am nächsten Tag unversehrt die Insel Pulu Simu. Die Deutschen überließ man ihrem Schicksal. DerOffizier, der als Letzter der Niederländer das Schiff verlassen hatte, hatte wenigstens noch die Schlüssel überreicht, so daß die eingeschlossenen Deutschen ihre Käfige öffnen konnten. Ob das allen gelang? Sechs Stunden nach dem Bombardement sackte das Schiff plötzlich weg und versank mit 281 Deutschen. Auf das Wasser hatten sich 201 zunächst retten können. Von diesen war es einer Gruppe noch gelungen, vorher das sechste Boot flott zu machen, das die Holländer nicht hatten zu Wasser bringen können, da es irgendwo sich verklemmt hatte. Auf dem Boot befanden sich 53, im Arbeitsboot 14 und auf sechs Bambusflößen 134.Aber in einer qualvollen Fahrt von 3 Tagen (ohne Nahrung und Wasser!) erreichten nur das große Boot und das Arbeitsboot mit seinen Insassen die Insel Nias. Von den Flößen hatte nur eine Personsich in das große Boot retten können, die anderen 133 Mann gingen auch verloren. Von den 483 Deutschen sind also 415 ertrunken, nur 68 konnten sich an Land retten. Von den Geretteten sind gleich nach Ankunft noch 2 oder 3 gestorben, offensichtlich vor Erschöpfung und Überanstrengung.

Von den 483 Deutschen des „Van Imhoff“ Transportes waren mindestens 37 Personen ehemalige Tsingtaukämpfer. Eventuell waren es insgesamt 42, aber bei 5 Namen ist die Zuordnung nicht eindeutig, da kein Vorname oder nur der Anfangsbuchstabe des Vornamens angegeben ist.

Unter den 68 Geretteten waren 5 Tsingtaukämpfer, vielleicht 6. Von den 415 Toten waren 32 Tsingtaukämpfer, eventuell 36. Es folgen die Namen und kurze biographische Angaben.

Die folgende alphabetische Liste ist so aufgebaut:

a) Name, Vorname, Herkunftsort und Stellung im Juli 1914 aus der gedruckten Liste der Tsingtau-Deutschen, die von Nov. 1914 bis Dez. 1919 in japanischer Kriegsgefangenschaft waren.

b) Namensliste (nur mit Anfangsbuchstabe des Vornamens) der ehemaligen Tsingtaukämpfer in Niederländisch-Indien vom Mai 1922, veröffentlicht in der Zeitschrift „Deutsche Wacht“ Batavia 1922, Heft 5, S. 30-32

c) Verzeichnis der Deutschen in Niederländisch-Indien in: Deutsches Jahrbuch für Nieder-ländisch-Indien 1935, S. 353 – 408. Diese Liste enthält z.T. weitere biographische Angaben zu den einzelnen Personen, evtl. Name der Ehefrau, der Kinder u.a. Andererseits bringt diese Liste keinesfalls alle Deutschen, die damals in Niederl.-Indien sich aufhielten.

d) Transportliste der internierten Deutschen auf der SS „Van Imhoff“ vom 18.1.1942

(maschinenschriftlich. Der Vorname ist nur mit dem Anfangsbuchstaben wiedergegeben, der Beruf nach dem Stand am 10.Mai 1940.)

Nicht angegeben wird, in welchen Kriegsgefangenenlagern Japans die Tsingtaukämpfer 1914-20 untergebracht waren. Dies kann man ausführlich nachschlagen in der Webseite von Hans-Joachim Schmidt: www.tsingtau.info, in der man die Rubrik „Kurzbiographien“ anklickt.

Die Ortsnamen werden fast durchweg in der damaligen niederländischen Orthographie wiedergegeben, d.h. oe ist als u und ij als ei, ia als ja zu sprechen.

Die zunächst geretteten, ehemaligen Tsingtaukämpfer

Banthien, F. Christian aus Rheydt. 1914: Matrosenartillerist. 1922: Telefon Amt in Weltevreden (Padang). 1935: in Lebong Tandai, Benkoelen. Verheiratet mit Amelie Precker. 1940: Maschinensteiger in Sumatra.

Gleichmann, F. Hermann. * in Coburg 1885. – 1914: Matrosenartillerist. 1922: Angestellter bei der Niederl.-Ind. Dampfschiffahrt Gesellschaft. 1935 und 1940: Pflanzer in Bodja/Semarang.Er stirbt noch am Ankunftstag auf Nias am 22.1.1942.

Kempf, E. Conrad aus Berlin. 1914: auf dem HAPAG Dampfer „Frisia“ beschäftigt. – 1914: Matrosenartillerist als Kriegsfreiwilliger. – Vor 1922: bei der Zuckerfabrik in Bodjong. 1940: Beamter in der Rubberrestrictie in Pontianak auf Borneo.Geht 1942 nach Peking, dort ist auch seine Tochter Maud (* 10.6.1925), die 1944 in Tsingtau Ottokar Peterhaensel heiratet

(* 28.9.1917), Mitinhaber eines Bekleidungsgeschäftes. Conrad Kempf heiratet in Tsingtau in zweiter Ehe Erika Seidel (* 25.4.1922), die damit nur 3 Jahre älter ist als ihre Stieftochter Maud. Die Witwe Erika Kempf lebte später in Wiesbaden.

Ressing, J. Heinrichaus Bocholt. 1914: Seesoldat. 1922: Hauptpolizist von der Feldpolizei in Poerwodadi. Verheiratet mit Emilie N.N. Kinder: Anita (* 9.5.1930) und Karl (* 20.8.1933). 1940: Polizeibeamter in Oerangan/Semarang. – Frau Ressing und die Kinder verließen mit dem Gruppentransport im Juli 1941 Niederl.-Indien und wählten als Aufenthaltsort von 1941 bis 1946 Tsingtau, weil Heinrich Ressing dort 1914 als Seesoldat gewesen war. Leider starbdort im März 1946 die Tochter Anita an einem Gehirntumor. Frau Ressing und Sohn Karl wurden im Juni 1946 auf der „Marine Robin“ nach Deutschland repatriiert, wo man wieder mit Heinrich Ressing zusammenkam und im Ruhrgebiet wohnte. Frau Ressing starb 1977, kurz vorher war Heinrich Ressing gestorben. Der Sohn Karl, Studienrat, starb 1983.

Sack, Hans aus Hamburg. 1914: Seesoldat im O.M.D. 1922: Pfleger in der Irrenanstalt, Batavia. 1940: Krankenpfleger in Sabang. Gestorben.

Zacher, Georg A. 1922: Angestellter in der Zuckerfabrik in Bodjong. 1935 in Soerabaia.

1940: Monteur in Malang/Java. Zacher war anscheinend 1914-1919 nicht in japanischer Gefangenschaft, aber vielleicht in britischer (Hongkong oder Australien) ?

Die ehemaligen Tsingtaukämpfer, die mit der „Van Imhoff“ untergegangen sind.

19. bis 22.1.1942

Bergau, Albert aus Nakel/Netze, Prov. Posen. – 1914: Gefreiter. 1922: Öffentliche Stadtwerke, Bandjermasin. – 1940: Angestellter MEB, Makassar/Celebes

Böhmer, Alwin aus Harburg a.d.Elbe. – 1914: bei der Rickmers Linie tätig. – 1914: Obermaschinistenanwärter d.R. – 1922: Zuckerfabrik Ranoepakis, Klakah. – 1940: Maschinist in der Zuckerfabrik Trangkil, Koedoes/Java

Clausing, Adolf. * in Berlin. – 1914: Obersignalgast beim Gouvernement. 1922: Kaufmann, Post Weltevreden. – 1935: Kaufmann, wohnt Laan Wiechert 14, Batavia-C. Verheiratet mit Elisabeth Arnstein. – 1940: Makler, Batavia

Dalles, Georg aus Sulzbach/Oberpfalz. 1914: Obermatrosenartillerist. 1922: Bataviasche Petroleum Gesellschaft in Balik Papan. – 1935: wohnt Laan Trivelli 9, Batavia-C. – 1940: Ingenieur, Batavia

Donat, Walter aus Weimar. 1914: Seesoldat im O.M.D. 1922: Holl. Beton Gesellschaft, Weltevreden. – 1935: in Lembang, Bandoeng. – 1940: Holl. Beton Gesellschaft in Batavia

Engel, Reinhold, * Borstel bei Hannover 1894. – 1914: Seesoldat. 1922: Teepflanzung Tjikopo, südl. von Buitenzorg. – 1935: Pflanzer, ebenda. Verheiratet, 3-4 Kinder. – 1940: Pflanzer, Straits Soenda Syndikat (Ausführliche Biographie bei H.-J. Schmidt)

Grossmann, Johannes aus Ueberberg/Württ. 1914: Seesoldat. 1922: Vibem Simaloer, Sinabang (Atjeh). – 1940: Auto-Unternehmer, Langsat/Atjeh

Hansen, Wilhelm aus Schleswig. 1914: Matrose in der Marine-Kompanie. – 1922: Semarang-Cherobon-Dampfschiffahrt-Gesellschaft, Tegal. – 1940: Java (Kinder in Cheribon untergebracht)

Heckenbücker, Jacob aus Krefeld. 1914: Seesoldat. – 1922: Hauptpolizist in Indramajoe. – 1940: Polizeibeamter in Bandoeng

Immerheiser, Friedrich aus Bingen. 1914: Gefreiter der Landwehr. – 1922: Bekassiweg 4, Meester Cornelis (= Vorort von Batavia). – 1935: t/o. Station Kramat, Batavia-C. – 1940: pens. Lagermeister, Batavia

Jahn, Josef. * in Brünn. – 1914: Steuergast auf SMS „Kaiserin Elisabeth“. – 1922: Aufseher der Feldpolizei in Kedoe. – 1935: Hauptpolizeiaufseher, Post: Bandoeng, Gg.Langasarie 24, Bl. 98 – 1940: Polizeibeamter in Tebing-Tinggi

Janssen, Johannes aus Eschershausen, Kr. Holzminden. – 1914: Sergeant. – 1922: Aufseher der Feldpolizei in Randoeblatoeng (Rembang). – 1940: Polizeibeamter in Soerabaia

Kaie, Richard aus Hamburg. 1914: Funkentelegraphie-Maat auf SMS „Jaguar“. – 1922: Nied.-Ind. Gasgesellschaft, Meester Cornelis. – 1935: p/a Gas my. Lahat, Süd Soematra. – 1940: Nied.-Ind. Gasgesellschaft, in Batavia

Kessler, Heinrich, * in Aden 1884. – In der Liste von 1922 steht nur: H. Kessler, mehr nicht. – 1935: Pflanzer, Post: Pflanzung Poeloekan, Negara, Bali. Banjoewangi. – 1940: Pflanzer in Kintamani/Bali

Klein, Franz aus St.Wendel. 1914: Unteroffizier im Ostasiat. Marinedetachement. – 1922: Aufseher der Feldpolizei in Kepandjen Pasoeroean. – 1940: Polizeibeamter auf Celebes

Klesper, J. 1914: Oberheizer auf Torpedoboot S 90. – 1922: Semarang-Cherobon- Dampfschiffgesellschaft in Tegal. – 1935: Pflanzung Soengei Langka, Td. Karang. – 1940: Angestellter des Straits Soenda Syndikats

König, Paul Hermann * 1887 Kleindittmannsdorf bei Pulsnitz. – 1914: Seesoldat. – 1922: Heiman & Co. in Soerabaia. – 1935: Uhrmacher und Fabriksleiter bei N.V.Wolf , Toendjoengan 32, Post Soerabaia. Verheiratet mit Käte Jobst. – 1940: Uhrmacher dort

Lepp, Johann aus Bruchsal. – 1914: Obermaat d.R. bei der Matrosenartillerie. – 1922: Technisches Büro Unicum in Soekaboemi.- 1935: Logeweg 16, Bandoeng. – 1940: Monteur in Bandoeng

Löffler, Hermann aus Erfurt. -1914: Maschinenbauer in der Maschinenbau-Abteilung der Tsingtauer Werft seit 1908. Ist verheiratet. Wohnen Kleiner Hafenweg. 1914: bei der Verteidigung im Landsturm beteiligt. Wurde erst am 16.9.1915 nach Japan gebracht. – 1922: Werkzeugfirma Carl Schlieper in Batavia. – 1935: Magelang. -1940: nur der Name H.E.J. Löffler

Magener, Louis aus Hamburg. 1914: Matrosenartillerist. – 1922: Megalithische Denkmäler R.L. in Benkoelen/Soematra. – 1935: Kaufmann, Semarang. – 1940: Kleinhändler in Batavia

Meckel, Heinrich aus Aull/Hessen-Nassau. – 1914: Seesoldat. – 1922: Wichers & Co. in Sepandjang bei Soerabaia. – 1935: Dinojo 59, Soerabaia. – 1940: Baumaterialienfabrik in Soerabaia. (Biographie bei H.-J.Schmidt)

Oestreicher, Matthias aus Levelsburg. 1914: Seesoldat d.R. – 1922: Tandjoeng Moeara Enim, Palembang.- 1940: Maschinist auf einer Zinnmine in Muntok, Insel Banka

Paproth, Fritz, * Forst i.L 1892. – 1914: Artilleristenmaat. – 1922: Aufseher der Feldpolizei in Djati Rogo (Rembang). – 1935: Polizeiaufseher 1. Klasse, Post: Poerworedjo-Kedoe, Java. Verheiratet mit Frieda Lina Roessler. Kinder: Margareta, Frieda, Marie. – 1940: Polizei-beamter in Siantar/Soematra

Quest, Heinrich, * Essen 1890. – 1914: Unteroffizier. – 1922: Polizeiaufseher in Wates Djokja. – 1935: Polizeiaufseher 1. Klasse, Post: Soerabaia. Er war verheiratet mit Hendrika Lenzen, ist inzwischen verwitwet. Kinder: Jan und Johanna Margaretha. – 1940: Polizeibeamter auf Ambon

Raschdorf, Karl aus Frankenstein/Schlesien. – 1914: Bürogehilfe, wohnte in der Thetis Str. – 1914: Oberverwaltungsschreibergast der Seewehr. – 1922: Faktorei der Niederl. Handelsgesellschaft in Batavia. – 1935: Buchhalter dieser Gesellschaft. Post: Weltevreden, Djaga Monjet 52. – 1940: Buchhalter derselben Gesellschaft in Soerabaia

Saefkow, Emil, * Mechow/Mecklenburg 1891. – 1914: Unteroffizier. – 1922: Werkzeugfirma Carl Schlieper in Batavia. – 1935: Kaufmann, Post Soerabaia, Kroesenpark 10. – 1940: Angestellter in der Firma Vraag & Aabod, Soerabaia. (Foto und Biographie bei H.-J. Schmidt)

Scharlemann, Gerhard aus Shanghai. – 1914: Artilleristenmaat der Seewehr. – 1922: in Padang. – 1935: Inhaber der Firma Export- und Transportunternehmen Scharlemann. – 1940: Schiffshändler in Soematra

Schneewolf, Walther aus Berlin. – 1914: Seesoldat. – 1922: Polizeiaufseher in Buitenzorg. – 1940: in der Werkzeugfirma Carl Schlieper in Batavia

Scholz sen., Rudolf, * Köln 25.1.1876. – 1914: Architekt im Technischen Bureau der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft in Tsingtau, wohin er 1912/13 kam. Er war damals bereits verheiratet mit Adele Genenger (* Viersen 5.5.1878) und hatte 3 Kinder: Rudolf (* 1908), Karla (* 11.2.1910) und Georg (* Tsingtau 3.11.1914). – 1914: an der Verteidigung im Landsturm beteiligt. Wurde erst am 16.9.1915 nach Japan gebracht. Adele Scholz und die 3 Kinder blieben bis 1920 in Tsingtau. – 1922: in Djokjakarta. – 1935: Ingenieur, Spezialist in Eisen-Beton, z.Zt. Beheerder der Trinkwasserleitung Tangerang. -1940: pensionierter Angestellter der Öffentlichen Stadtwerke in Lembang/Java.

Der Sohn Georg Scholz (1940: Kaufmann bei der Firma Lindeteves in Batavia) ist zusammen mit seinem Vater auf der „Van Imhoff“ untergegangen. – Adele Scholz und ihre Tochter Karla verließen Nied.-Indien im Juli 1941 und wählten von August 1941 bis Juni 1946 Tsingtau als Aufenthaltsort, wo sie schon 1912-20 gewohnt hatten. Repatriierung nach Deutschland auf der „Marine Robin“.

Schwitzki, Wilhelm aus Altglienicke bei Berlin. – 1914: Seesoldat. – 1922: Polizeiaufseher in der Polizeischule, Buitenzorg. – 1935: Batavia-C., Oude Tamarindelaan 91. – 1940: Angestellter bei Niemij. in Semarang. (Foto und Biographie bei H.-J. Schmidt)

Steinemann, Friedrich aus Möllendorf in Prov. Sachsen. – 1914: Pionier. – 1922: Holländische Beton Gesellschaft, Soerabaia. – 1935: Malang, Tjilaket Gg. II No. 25. – 1940: Holländ. Beton Gesellschaft in Semarang

Steinlein, Jacob, * Saarbrücken 1892. – 1914: Seesoldat. – 1922: Hauptpolizist der Feldpolizei in Koedoes. – 1935: Polizeiinspektor in Semarang, Gemelaan 16. – 1940: Polizeibeamter in Madoein/Java. (Biographie bei H.-J.Schmidt)

Stöcks, Rudolf aus Kiel. – 1914: Unteroffizier. – 1922: Aufseher der Feldpolizei in Solo. – 1935: Polizeiinspektor in Bojolali/Java. – 1940: Polizeibeamter in Soerabaia

Vinders, Emil aus Westenfeld in Westfalen. – 1914: Seesoldat. – 1922: Hauptpolizist der Feldpolizei in Pakekasan/Madoera. – 1940: Polizeibeamter

Weber, Friedrich aus Linx, Kr. Offenburg. – 1914: Matrosenartillerist. – 1922: Holländ. Beton Gesellschaft, Makassar. – 1935: in Semarang, Pieter Sijthoflaan 61. – 1940: Holländ. Beton Gesellschaft in Semarang

Zeidler, Karl aus Leipzig. – 1914: Seesoldat. – 1922: bei G.Hoppenstedt, Batavia. – 1940: Agent Aniem, Djember/Java